Polsko-niemiecka wymiana młodzieży

In der Zeit vom 3.– 7. April 2017 besuchten 9 Schüler/innen aus den Bildungsgängen „Maler und Lackierer/in“, „Glaser/in“ und „Technische/r Konfektionär/in“ die Jugendbegegnungsstätte in Kreisau / Krzyzowa, Polen. Zusammen mit 11 Dachdeckern vom Nachbarberufskolleg Ulrepforte begegneten sie dort polnischen Auszubildenden und erlebten gemeinsam ein dichtes und intensives Programm. So gab es einen kleinen Sprachkurs zur besseren Verständigung, einen Vergleich der Berufsausbildungswege in Deutschland und Polen, einen gemeinsamen Besuch der Gedenkstätte im Konzentrationslager „Groß-Rosen“ sowie einen Besuch der Stadt Breslau/Wroclaw.

Im Mittelpunkt der Reise stand die gemeinsame handwerkliche Arbeit. Die Auszubildenden renovierten auf dem Gelände der Jugendbegegnungsstätte u.a. Sitzbänke, Fensterrahmen und Laternen: nationenübergreifende Arbeit als Zeichen europäischer Versöhnung und Annäherung! Für die Jugendbegegnungsstätte war dies darüber hinaus ein großes Geschenk, denn die Azubis leisteten Arbeit, die mit den begrenzten Möglichkeiten der Einrichtung kaum zu bewältigen wäre.

Europa – Kontinent der Versöhnung

Europa – Kontinent der Versöhnung

Renovierung der Laternen auf dem Gelände

Renovierung der Laternen auf dem Gelände

 

In Kreisau hat sich ab 1940 der sog. „Kreisauer Kreis“ getroffen – eine Gruppe Menschen, die Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete und ein Europa plante, das in der Freiheit lebt, die wir heute genießen können. Besonders stolz waren wir, dass wir beim Erhalt der Veranda dieses historisch bedeutsamen „Berghauses“ helfen durften: der Ort, an dem sich die Verschwörer damals getroffen haben.

Renovierungsarbeiten am „Berghaus“ – geheimer Tagungsort des „Kreisauer Kreises“

Renovierungsarbeiten am „Berghaus“ – geheimer Tagungsort des „Kreisauer Kreises“

Das RRBK möchten allen danken, die uns finanziell unterstützt haben, damit auch Auszubildende mit kleinem Einkommen diese Fahrt erleben konnten:

der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln, dem Evangelischen Kirchenkreis Köln-Süd, der Freya von Moltke Stiftung, dem Rotary-Club Köln-Römerturm, einigen Privatpersonen und gerade auch den Betrieben, die für ihre Auszubildenden den Teilnehmerbetrag übernahmen oder unter Lohnfortzahlung von der Arbeit im Betrieb befreiten.

Redaktion: Jost Klausmeier-Saß

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