Richard-Riemerschmid-Berufskolleg in Köln

Viel ist im Umbruch …

… manches hat sich geändert: Wie die meisten Kölner Berufskollegs hat sich das Richard-Riemerschmid-Berufskolleg (RRBK) dem Modellvorhaben der Landesregierung NRW »Selbstständige Schule« angeschlossen, ein Versuch, ab jetzt vieles in Eigenregie der einzelnen Schulen zu regeln und neue Wege des Lernens auszuprobieren. Selbstgesteuertes Lernen im Unterricht in Verbindung mit einem Medienkonzept und die Förderung der Schülerinnen und Schüler sind unsere besonderen schulischen Ziele.
Unser Berufskolleg weist eine vielfältige Struktur auf und bietet eine ganze Palette von Bildungsgängen im Berufsfeld Farbtechnik und Raumgestaltung und im Bereich Gestaltung. Dazu gehören ausbildungsvorbereitende Angebote wie das Berufsgrundschuljahr, die Bildungsgänge der Berufsschule vom Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin bis zum/zur Goldschmied/Goldschmiedin. Besonders gefragt ist auch die Möglichkeit zur Ausbildung als Gestaltungstechnische Assistentin bzw. zum Gestaltungstechnischen Assistenten mit den Schwerpunkten Grafikdesign und Objektdesign bzw. Medien und Kommunikation oder die Fachoberschule für Gestaltung. Daneben besteht die Möglichkeit in der Klasse 13 der Fachoberschule im Anschluss an die Fachhochschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung das Abitur im Berufskolleg zu erwerben.
Wichtig sind uns vielfältige Beziehungen zur Berufswelt. In den betrieblichen Ausbildungsberufen arbeiten wir eng mit Betrieben, Innungen und Kammern zusammen. Im vollzeitschulischen Sektor werden Aufträge von außen in Unterrichtsprojekte umgesetzt, wie z. B. in der Fachoberschule oder bei den Gestaltungstechnischen Assistenten. Die Teilnahme an Plakatwettbewerben, wie des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung »Farbe bekennen, gegen globale Armut«, oder die Gestaltung des Corporate Design von Medienschaffenden sind nur einzelne Beispiele. Ein Praktikum zur Konkretisierung der Berufsperspektive gehört für die Vollzeitschüler zur Ausbildung.
Bewusst haben wir vor einigen Jahren den Namen Richard Riemerschmids als Schulnamen gewählt. Als jener in den 20er Jahren vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer zum Leiter der Kölner Werkschulen ernannt wurde, betrat er bildungspolitisch und gestalterisch Neuland. »Der Kopf erfindet, die Hände machen sichtbar« war eine seiner Qualitätsmaximen für die Ausbildung, mit der er versuchte, Theorie und Praxis, also Gestaltung und Handwerk mit der sich damals rasant entwickelnden Technik zu verbinden – eine Situation, die der heutigen nicht unähnlich ist. Sein Name ist für uns Programm und Verpflichtung.

Bernd Schäfer, Schulleiter

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