Betriebspraktika, EU-Projekte

Mecnun Langer: Mediendesign in Helsinki

Mecnun Langer an seinem Praktikumsplatz

Mein Praktikum fand in einer 3D-Mapping-, Animations-, Visual Jockey-Firma namens »Safarikaksi« (deutsch=Safarizwei) statt. Die Firma besteht zwar nur aus 2 Mitarbeitern, aber ist auf einem qualitativ hohen Stand und hat schon Produktionen unter anderem für Monster, Redbull und Finnmatkat (TUI Fly) durchgeführt.

Die Atmosphäre in der Firma ist sehr entspannt, aber dennoch sehr fokussiert – perfekt für mich! Den ersten Job sollte ich gleich alleine ausführen: Eine permanente Projektion im Schaufenster in einem der bekanntesten Designershops namens »Designer Forum« in Helsinki. Ich wurde also schon von Tag 1 in alle Projekte integriert und durfte somit bei fast jedem Job helfen bzw. eigene Elemente mit einbringen. Das Hauptgeschäft läuft über 3D-Projektionen und normale Projektionen (auf Konzerten, Partys und als Werbung). Meine Aufgaben im Allgemeinen waren: Die neue Firmenbroschüre produzieren, animierte Intros für das Firmenportfolio erstellen, kleine Animationselemente kreieren, Sounds erstellen und Videos schneiden. Die Arbeitszeiten hängen vom Arbeitsbedarf ab. So war es bisweilen auch notwendig, aufgrund von Events auch an Wochenenden zu arbeiten.

Darüber hinaus hatte ich das Glück, dass meine Inhaber meiner Praktikumsfirma aus geschäftlichen Gründen nach Tallinn (Estland) mussten. Also durfte ich auch mal sehen wo die Finnen hin fahren, wenn ihnen Finnland zu teuer ist … Die Preise in Finnland betragen gefühlt das Doppelte/Dreifache der deutschen Preise. Deshalb ist Russland und vor allem Estland (Tallinn) ein gern besuchtes Ziel.

Nahezu alle Menschen sprechen Englisch in Helsinki, und mit ein bisschen Glück trifft man hier jemanden der auch ein wenig deutsch spricht. Die Menschen hier sind aber ziemlich introvertiert, was es schwer macht Leute kennen zu lernen. Small Talk (vor allem im Alltag) kommt hier so gut wie nie zu Stande.

Am Wochenende (in Bars, Clubs etc.) wachen die Finnen auf und feiern und trinken was das Zeug hält, sind jedoch trotzdem noch etwas verschlossen. Sobald man jedoch den ersten Schritt wagt sind, öffnen sich die Finnen meist und wirken doch recht locker. Wenn man sie denn erst einmal kennen gelernt hat, merkt man, dass sie im Grunde sehr umgänglich und humorvoll sind. Ist man zu jemandem nach Hause eingeladen, wird viel gelacht, evtl. getrunken und etwas lauter Musik gehört.

An der Stelle muss ich sagen, dass die gestellte Unterkunft ziemlich neu und mit dem Nötigsten eingerichtet ist. Ein 1 Zimmer-Apartment, Badezimmer, Schreibtisch mit ausreichenden Stühlen und eine ausreichende Kochnische. Auch durfte ich einen Blick in das Partner-College werfen und bei ein paar Abschlussarbeiten der Studenten zu schauen/helfen. 7 Stockwerke hat das Gebäude und ist sehr gut eingerichtet/ausgestattet.

Fazit

Ich würde jedem empfehlen ein Auslandspraktikum zu machen, sofern es ihm/ihr möglich ist! Aufgrund meiner Erfahrung würde ich Finnland empfehlen. Es lohnt sich das Land kennen zu lernen. Vor allem gibt es qualitativ gute Firmen für ein Praktikum im Bereich Medien. Ich würde so ein Praktikum jederzeit wieder machen!

Mecnun Langer, AS3M2, 2014