Betriebspraktika, EU-Projekte

Alpcan Erdogdu: 3D-Druck in Helsinki

Alpcan Erdogdu in Helsinki

Hallo zusammen. Ich habe mich entschieden, mein dreimonatiges Betriebspraktikum in Helsinki/Finnland zu absolvieren. Mein Praktikum fand in einer 3D-Druck- und Designfirma namens ,,Maker 3D“ statt.

Die Firma ist eine recht kleine Firma mit nur drei Mitarbeitern, trotzdem gehört „Maker 3D“ zu den Topfirmen für 3D Produkte in Finnland und arbeitet mit Kunden aus ganz Europa zusammen. Zudem hat die Firma auch Beziehungen zu deutschen 3D-Druck Firmen wie ,,3D-Factories“, eine der bekanntesten Druckfirmen. Dort erwirbt auch „Maker3D“ ihre Drucker und Materialien, die die Firma dann weiter verkauft und die dazugehörigen Schulungen anbietet. Größtenteils entwirft und erstellt „Maker3D“ dreidimensionale Druckprototypen für bestimmte Kunden, Firmen und sogar Schulen her. Die Kunden können sich das Produkt dann ansehen und Änderungsideen an unsere Firma weitergeben, falls etwas nicht passen sollte, bevor die eigentliche Idee in die Massenproduktion weitergeleitet wird.

Schon am 2. Praktikumstag sollte ich einen Job alleine ausführen: Einen 3D-Schriftzug von dem Logo der Navigationsfirma ,,GARMIN“ in beliebigen 3D Programmen erstellen, welcher dann tatsächlich auch auf eines der Prototyp Produkte platziert und dem Kunden zugesandt wurde.

Jedoch hatte ich nicht nur am PC auszuführende Aufgaben. Ich musste mich auch mit den 3D-Druckern beschäftigen und diese ab und zu auch warten. Abwechslung in der Arbeit hatte ich somit auch, was sehr gut war und mir viel Spaß bereitet hat. Meine allgemeinen Aufgaben waren also: 3D-Prototypen zu designen, Visitenkarten zu erstellen, mich mit der Mechanik der 3D-Drucker zu beschäftigen, an fertiggedruckten Prototypen zu feilen und ab und zu auch zur Post zu laufen und Pakete abzugeben.

Größtenteils habe ich die Zeit vor dem PC verbracht, wobei ich öfters nichts zu tun hatte, da die Mitarbeiter manchmal zu sehr mit ihren eigenen Sachen beschäftigt waren. Jedoch sollte man sich davon nicht ablenken lassen, sondern die freie Zeit in der Firma mit Eigenbeschäftigungen ausnutzen.  Meine Vorkenntnisse in Programmen haben mir sehr gut weiter geholfen und ich hatte somit die Chance meine Fähigkeiten sinnvoll auszunutzen und zu integrieren.

Meine Arbeitszeiten waren sehr angenehm. Meistens habe ich um 11 Uhr angefangen zu arbeiten und durfte auch schon um 16 Uhr gehen.  Da blieb noch genug Zeit, um die interessanten Orte in Helsinki zu entdecken und die sehr schöne Stadt zu besichtigen.

Sprachlich kommt man in Helsinki sehr locker zurecht, da fast jeder flüssig Englisch spricht. Manchmal trifft man auch auf Leute wie mich, die auch Deutsch sprechen. Jedoch sind die Menschen etwas verschlossener, was es öfters schwer gemacht hat, neue Leute kennen zu lernen. Doch im Club, in Bars oder Hauspartys öffnen die Finnen ihre Barrieren und sind direkt kommunikativer und lockerer drauf und man kommt doch gut mit ihnen ins Gespräch. Meistens muss man einfach den ersten Schritt machen. Dann merkt man im Nachhinein sofort, wie freundlich und hilfsbereit die Finnen sind.

Ich habe in einem neu ausgestatteten Apartment gewohnt, welches in einem Berufskolleg für Gestaltung integriert war und hatte auch somit die Gelegenheit, mich mit den Schülern anzufreunden und auch mal die Schule zu besichtigen.

Fazit: Wenn man die Möglichkeit hat, ein Auslandspraktikum zu machen, dann sollte man die Chance auf jeden Fall nutzen. Helsinki eignet sich sehr gut dafür, da die Firmen auf einem guten und hohen Standard arbeiten. Außerdem ist Helsinki eine sehr schöne Stadt, mit vielen interessanten Orten, die entdeckt und erkundet werden können.

Mein besonderer Tipp: Auf jeden Fall auf die Insel „Suomenlinna“ fahren. Lohnt sich sehr- mehr will ich nicht verraten.

Alpcan Erdogdu, AS3M1, 2015