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Erasmus+ Mobilität: Tobias Michaely (ehemalig AS2O1) in Dublin

Erasmus+ Mobilität: Tobias Michaely (ehemalig AS2O1) in Dublin

Zwischenbericht aus Baile Átha Cliath oder auf Deutsch Dublin

Mein Start als Praktikant in Irland fiel mehr sehr schnell sehr einfach, jedoch war es anfangs ein harter Brocken, den es zu überwinden galt. Eine neue Sprache mit einem Akzent, den man noch nie im Englischen Schulunterricht gehört hat. Da denkt man vor der Abreise, dass man sich gut auf Englisch über diverse Themen unterhalten kann und dann macht dir der irisch-englische Akzent einen Strich durch die Rechnung.

Das eigentliche Problem war der erste Tag meines Praktikums: Einer meiner Chefs spricht unglaublich schnell und hat einen starken irischen Akzent. Anfänglich war ich froh, wenn andere Praktikanten oder Mitarbeiter im Raum waren, die mir, im Nachhinein, alles kurz und verständlich zusammengefasst haben.

Arbeitstechnisch habe ich Aufgaben im Bereich „Design“ bekommen, zum Beispiel die App „Homelight“ zu konzipieren. Homelight setzt sich für die Rechte von obdachlosen Menschen in Dublin ein – letztendlich gewannen wir mit unserem Entwurf sogar einen Design-Award für unsere Konzeption und das Design.

Die unglaublichen Erfahrungen, die man macht, wenn man sich mehr von Irland anschaut sind ein Highlight meiner Zeit hier. Die Städte, die Natur, die Menschen und die Kultur, die nebenbei gesagt nicht nur aus Pubs und Guinness besteht. Die irische Geschichte von der Besiedelung Irlands durch die Wikinger bis hin zum Unabhängigkeitskrieg Irlands gegen die Britische Macht. All das hat mich sehr interessiert und zu meinem Vorteil sind viele Museen in Dublin staatlich und somit kostenlos.

Aber auch die Natur in Irland kann überzeugen, grade wenn man mal etwas abseits vom Wege ist und sich selber viel anschaut. Leider ist hier in den letzten Jahren vieles sehr touristisch geworden, was manchen Orten das Gefühl der freien Natur nimmt. Mich persönlich interessieren die irischen Städte oder eher Dörfer an der Westküste Irlands. Dort ist alles nochmal viel „irischer“ als in Dublin. Die Pubs
sind authentischer, die Menschen noch offener und erzählfreudiger. Verliebt habe ich mich in Galway, eine kleine Hafenstadt mit grade mal 80 Tausend Bewohnern und einer Menge Historie.

Mein Aufenthalt hier wäre bestimmt nur halb so cool geworden ohne die Leute, mit denen ich hier alles erleben durfte. Viele sind leider wieder um den Globus zurück in ihre Heimatländer, aber die Freundschaften bleiben bestehen.

Tobias Michaely